Koproduktion mit dem Landestheater Marburg
2011

Mobile Albania geht auf die Straße

1. Teil der mittelhessischen Straßentrilogie

Was ist möglich im Transitraum der Straße? In unserer Gesellschaft nimmt das Wort mobil immer mehr Raum ein, es gibt mobile Arbeiter, legale und illegalisierte Migranten, Touristen und Flüchtlinge, alle sind unterwegs. Doch sind wir zunehmend anwesende Abwesende, die in vorübergehenden Siedlungen warten, arbeiten oder Urlaub machen und nicht mehr am politischen Gemeinwesen teilnehmen. Die regionale Öffentlichkeit macht einem privatisierten und homogenisierten Stadtraum Platz. Auf der anderen Seite entstehen Inseln der Immobilität, neben der Autobahn, in der Warteschleife der Peripherie. Deshalb geht Mobile Albania auf die Straße, verlangsamt den Verkehr und sieht, was passiert. „Mobile Albania geht auf die Straße" wird nach sechsmonatiger Arbeit und verschiedensten Fahrten durch Hessen, Thüringen und Sachsen präsentiert. Ein dreitägiger Staat installiert sich als raum-zeitliches Uhrwerk im Herzen Marburgs. Neben einem alten Fuhrwerkgelände in der Innenstadt und einem großen Parkplatz werden das kommunale Kino dafür ebenso Ort und Bestandteil wie Bushaltestellen, die Wege durch die Stadt, das örtliche Brauhaus und das Foyer der Volksbank - in Zusammenarbeit mit Leuten aus der Nachbarschaft, der Eingliederungshilfe Marburg e.V., einer Jodlerin aus Niederweimar und allen Besuchern. 

MARKET

1/95

Von und mit: Sarah Günther, Roland Siegwald, Katharina Stephan, Julia Blawert, Eli Krefta, Chris Herzog, Alma Wellner Bou, Clara Wellner Bou, Jasmin Jerat, Alex Bauer, Katrin Hylla, Regina Schimpf, Jens Graf, Karsten und allen weiteren Kollidierenden

Ein mobiler Theaterfreistaat als Arrangement, das uns mit mechanischen Verstehens-Spielen verschont, dafür aber Sinne und Denken reizt (Markus Hladek, Theater der Zeit, März 2011)

 

"Mobile Albania" schickte am Samstag rund 50 Marburger auf eine Reise, die sie nicht so schnell vergessen werden. Dabei begegneten sie Bussen, Eseln, Würmern, Grauzonen, Turmzeituhren und vielen äußerst kurios gekleideten Menschen. Das interaktive Unterhaltungsprogramm der etwas anderen Sorte sorgte dabei für viele Überraschungen, Verwunderung und Gelächter. (Marburg News, 16.01.2011)

 

Aus der uns bekannten Welt nehmen uns die Akteure mit auf eine fantastische Reise durch eine fremde Welt. "Mobile Albania" ist ein fantasievolles, lebendiges, abgefahrenes Stück, das nachdenklich macht und auf das man sich einlassen muss. (Marburger Freitagszeitung, 21.01.2011)

Koproduktion mit Hessisches Landestheater Marburg

Gefördert durch: Hessische Theaterakademie, Kulturamt Stadt Gießen, Wohnbau Gießen, Eingliederungshilfe Marburg e.V., Republik Albanien, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft